Ernährungskrise in OstafrikaHelfen Sie mit einer Spende.​

Haiti ist das ärmste Land der westlichen Hemisphäre. Am 4. Oktober 2016 traf Hurrikan Matthew die Insel mit voller Wucht. Die Folge: eine humanitäre Katastrophe. Noch immer war und ist das Land dabei, die Folgen der Zerstörung durch das Erdbeben 2010 zu verkraften. Matthew kam gepaart mit schweren Überschwemmungen und Erdrutschen, zerstörte Strassen und Gebäude und führte zu Engpässen in der Strom- und Wasserversorgung. Ende Oktober meldete das Amt für Zivilschutz (Directorate of Civil Protection, DPC) in Haiti mehr als 500 Tote, Hunderte von Schwerverletzten und Cholera-Ausbrüche.*

WAS WIR TUN

Nothilfe - Innerhalb von 48 Stunden nach dem Hurrikan war Medair in Haiti im Einsatz. Unsere Teams leisten lebensrettende Nothilfe im Südwesten des Landes. Der Fokus liegt auf der entlegenen, von der Aussenwelt abgeschnittenen Region Tiburon. Dort zerstörte der Hurrikan 85 bis 95 Prozent der Häuser und beschädigte den Grossteil der gravitären Wassersysteme. Seither beziehen die Menschen ihr Wasser aus verschmutzten Quellen und Flüssen.

Unterkünfte - Medair-Mitarbeitende verteilen Bausätze für Unterkünfte (inkl. einer Plane und Seilen) an rund 1100 Haushalte. Vorzug erhalten dabei vertriebene Familien in kleinen Dörfern. In Kürze werden die Güterverteilungen ausgeweitet, sodass alle bedürftigen Familien mit zusätzlichem Material für Unterkünfte sowie Werkzeugsets versorgt werden können. Auch schulen und unterstützen die Teams betroffene Personen darin, wie sie das gelieferte Material optimal einsetzen. So wird gewährleistet, dass möglichst viele Familien bald einen trockenen, geschützten Rückzugsort haben.

WASH-Leistungen - Mitarbeitende von Medair reparieren Wasserstellen in den am schwersten getroffenen Dörfern und verteilen rund 1100 Hygienesets an Menschen, die bereits Unterstützung im Bereich Unterkünfte erhalten haben. Die Sets enthalten wichtige Artikel, die Familien zur Körperpflege und zum Schutz vor Wasserkrankheiten wie Cholera dienen. Auch erklären die Teams den Notleidenden, wie sie mithilfe von Aquatabs und Wasserfiltern Trinkwasser aufbereiten können. Diese Güter sollen in den nächsten Tagen ebenfalls verteilt werden.

*UNOCHA Internetseite, 21. Oktober 2016

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