Seit dem 25. August 2017 nimmt die Gewalt im Rakhine Staat in Myanmar kein Ende. Rund 655 500 Rohingya sind bisher über die Grenze nach Cox's Bazar in Bangladesch geflohen. Die Massenflucht führte zu einer humanitären Krise sondergleichen, da die Menschen praktisch nichts mitnehmen konnten. Ihre wenigen Ersparnisse haben sie für den Transport ausgegeben oder in den Bau einer Notunterkunft investiert – meist nicht mehr als Bambusstecken und dünne Plastikplanen. Um ihren Bedarf an Nahrungsmitteln und anderen überlebenswichtigen Gütern zu decken, sind die Rohingya auf humanitäre Hilfe angewiesen.

Der massive Zustrom von Menschen in die Region lässt die lokalen Basisdienste schier zusammenbrechen. In einigen der spontan entstandenen Siedlungen fehlt es an funktionierenden sanitären Anlagen und Zugang zu Trinkwasser. Das fördert den Ausbruch von Krankheiten. Die Rohingya-Familien in Cox’s Bazar sind extrem geschwächt und benötigen dringend Hilfe. Auf ihrer Flucht vor der Gewalt haben viele schwere Traumata erlitten und leben nun unter prekärsten Bedingungen*.

UNSER TÄTIGKEITSFELD

Weltweite Nothilfe – Das weltweite Nothilfeteam von Medair (Global Emergency Response Team, G-ERT) ist seit dem 16. September 2017 vor Ort, um die Arbeit von World Concern Bangladesh in der Rohingya-Krise zu unterstützen. In verschiedenen Siedlungen in Kutupalong Extension, Balukhali und Nayapara führen Mitarbeitende aus den Bereichen Gesundheit und Ernährungsnothilfe Untersuchungen durch. Sie ermitteln Daten bezüglich Unterernährung und leiten ihre Ergebnisse an andere beteiligte Organisationen weiter. So kann der gross angelegte Nothilfeeinsatz optimal geplant und koordiniert werden.

Verteilung von Bausätzen für Unterkünfte und von Hygienesets – Ab dem 9. November 2017 verteilte World Concern mit Unterstützung von Medair während vier Tagen insgesamt 4505 Bausätze für Unterkünfte und 4505 Hygienesets an Rohingya-Flüchtlinge in den Siedlungen in Thangkhali. 

Koordination der humanitären Hilfe –Technische Mitarbeitende waren an Koordinierungsmechanismen beteiligt; unter anderem in Form von sektorbezogenen und technischen Arbeitsgruppen. Sie entwickelten Richtlinien, Pläne und Materialien, um die Qualität der Rohingya-Nothilfe zu steigern. 

*Quelle: „Situation Report: Rohingya Refugee Crises, 14 January 2018, Inter Sector Coordination Group”         

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